Blog zum Teacher Training 2007/08
::: Kein Drama daham
oder: Yoga bedeutet Veränderung
15. Dezember 2007
Ein Vorwort zum Vortrag
Schnell sind sie vergangen, die Wochen und bald schon ist Halbzeit in der Ausbildung. Nachdem die beiden großen Blöcke an stehenden und sitzenden Asanas nun fertig behandelt sind, folgt neben einem kleinen Ausblick auf die Inhalte der nächsten Wochenenden einiges Organisatorisches. Vor allem werden die Themen für die schriftlichen Arbeiten fixiert. Yoga wird dazu in einen speziellen Kontext gestellt z.B. Stress, Schwangerschaft, Fitness oder Hormone und Yoga. Jede von uns erarbeitet ein Thema und präsentiert die Ergebnisse in einem etwa halbstündigen Vortrag. Start unserer kleinen, geschlossenen Vortragsreihe ist der Jänner.




Zum Zuhören finden sich die unterschiedlichsten Sitzhaltungen.

Susanne beim Hands On Adjustment in einer sitzenden Asana.

Und dann wir beim Aufrichten, ...

...Ausrichten...

...schlicht Haltung bewahren.

Eine Meditation mit Kerze
Passend zur Vorweihnachtszeit schließen wir die Ausbildungswochen in diesem Jahr mit einer Meditation unter Zuhilfenahme einer Kerze. Beim Kerzenstarren wird erst minutenlang auf die Flamme geblickt, um im Anschluss bei geschlossenen Augen das Licht in sich aufzunehmen und im Körper verströmen zu lassen, bevor es dann gedanklich seinen Weg aus dem Raum über die ganze Welt nimmt.

Beim Kerzenstarren fixiert der Blick die Flamme.
Und zwischendurch in der Pause
In der Pause wird diesmal so angeregt diskutiert, dass die Zeit ins Vergessen gerät. Die Großgruppe zerfällt in kleine Gesprächsrunden, die doch eines gemeinsam haben: das Thema Gesundheit. Lässt man den Ohrenradar im Kreis schweifen, so stößt man auf die ayurvedische Küche mit cholesterinsenkendem Ghee, die Heilkunst der Traditionellen Chinesischen Medizin, auf Vorsorgeuntersuchungen oder Bewegungen im Sinne der menschlichen Anatomie.
Buchtipp:
Yoga Anatomy; Leslie Kaminoff.
Anatomie der Bewegung. Technik und Funktion des Körpers – Einführung; Blandine Calais-Germain.
Dass es im Leben auch mal schwer fällt und die Zuversicht verloren geht, kann dazu führen, dass Menschen in ihrem "Drama daham sitzen" (Sigrid – danke, dass ich mir dein Zitat ausborgen darf!). Aber was heute ist, ist morgen anders. Leben ist Bewegung, ist Veränderung. Das unterstreicht auch der Yoga.
In unserem Lehrbuch "Yoga. Tradition und Erfahrung" von T.K.V. Desikachar finden sich mehrere Definitionen des Yoga, darunter "das Zusammenbringen, Miteinander-Vereinigen von zwei Dingen" oder "die Bewegung von einem Punkt zu einem anderen hin". Weiters steht geschrieben: "Allen Definitionen gemein ist, dass sich etwas verändert. Diese Veränderung muss uns zu einem Punkt bringen, an dem wir vorher noch nicht gewesen sind. Das meint, was unmöglich war, wird möglich; was nicht erreichbar war, wird erreichbar; was nicht sichtbar war, kann gesehen werden."
In diesem Sinne: Ein wunderbares neues Jahr mit einem unermesslichen Schatz an Möglichkeiten!

