Yoga-Stile

Die folgenden Yogastile haben ihre Wurzeln im Hatha Yoga. Alle beinhalten Asanas, die Schwerpunkte werden aber jeweils anders gesetzt - während manche Stile körperlich sehr anspruchsvoll sind, legen andere mehr Wert auf Meditation.

Anusara Yoga

Anusara Yoga vereint fließendes Yoga mit universellen Prinzipien der Ausrichtung. Es ist für alle gedacht und lässt Raum für unterschiedliche Bedürfnisse der Menschen.

Begründer: John Friend im Jahre 1997

Ashtanga Vinyasa Yoga

Dies ist ein körperlich sehr anspruchsvoller Stil. Es gibt 6 aufeinander aufbauende Serien, die nach einander über Jahre hinweg erlernt werden. Im Vordergrund stehen die Vinyasas (mit Sprüngen) und Ujjayi Pranayama.

Begründer: K. Pattabhi Jois

Bikram Yoga (Hot Yoga)

Die Besonderheit an diesem Yogastil ist der auf 35-40 Grad aufgeheizte Raum mit 40 Prozent Luftfeuchtigkeit, damit der Körper sehr warm und beweglich wird. Bikram schreibt eine Serie von 26 Asanas (wobei jede Asana 2 Mal wiederholt wird) vor.

Begründer: Bikram Chodhury

Iyengar Yoga

Einer der beliebtesten Yogastile weltweit. Dieser Yogastil legt größten Wert auf die genaue Ausrichtung des Körpers und verwendet eine Vielzahl von Hilfsmitteln. Die Asanas werden lang gehalten und auch einige Male wiederholt.

Begründer: B. K. S. Iyengar

Jivamukti Yoga

Jivamukti zählt zu den Vinyasa Stilen (siehe unten).

BegründerIn: Sharon Gannon und David Life im Jahre 1984

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga beinhaltet Asanas, Mantras, Pranayama und Meditaton (wobei der Schwerpunkt bei der Atmung und dem Singen liegt) um die Kundalinienergie zu wecken und die Chakras zu aktivieren. Es ist besonders für spirituell interessierte Menschen geeignet.

Begründer: Yogi Bhajan hat Kundalini Yoga im Jahre 1969 in den Westen gebracht.

Power Yoga

Dieser Yogastil ist inspiriert von Ashtanga Yoga und daher sehr kraftvoll und dynamisch. Er gehört in die Kategorie Vinyasa Yoga.

Sivananda Yoga

Es handelt sich hier um eine spirituelle Yogarichtung. Rechte Übung (Asana), rechter Atem (Pranayama), rechte Entspannung, rechtes Denken und rechte vegetarische Ernährung kennzeichnen Sivananda Yoga.

Begründer: Vishnudevananda (er benannte die Yogarichtung nach seinem Lehrer Swami Sivananda)

Vinyasa Yoga

Die Wurzeln von Vinyasas Yoga finden sich im traditionellen Ashtanga Vinyasa Yoga und ist somit ein sportlicher Yogastil. Im Vinyasa Yoga werden die statischen Asanas zu Sequenzen verbunden; die fließenden Bewegungen werden mit der Atmung synchronisiert. Es ist sozusagen die kreative Variante zu Ashtanga Yoga, da es keine fixen Serien gibt. Vinyasa Klassen sind unesoterisch und undogmatisch und lassen Raum für die Einzigartigkeit der TeilnehmerInnen.
Vinyasa Yoga wird oft auch Power Yoga genannt.

Vinyasa ist die bewusste Entscheidung nicht gegen Dinge anzukämpfen, die ohnehin nicht in unserer Hand liegen, damit wir Energie genug haben, all das zu ändern, das wir ändern möchten. Es ist die Fähigkeit, mit dem Auf und Ab auf der Yogamatte und im Alltag zu fließen.

Kurz könnte man Vinyasa Yoga als Meditation in Bewegung beschreiben: die Verbindung von Innen und Außen, von Absicht und Bewegung.

Viniyoga

Viniyoga ist ein sehr individueller Zugang. Die Yogapraxis wird genau auf die physichen und emotionalen Zustand, Alter, kultureller Hintergrund und Interessen des Schülers / der Schülerin abgestimmt. Viniyoga wird meist im Einzelunterricht weitergeben.

Begründer: Sri T. Krishnamacharya und sein Sohn T. K. V. Desikachar